Duftmarketing und Geräuschdesign

 

Konsumieren wir wirklich, was wir w o l l e n? Oder begehren wir längst was wir begehren s o l l e n?


Olfaktorische Reize (Die Wahrnehmung von Gerüchen) dienen der
Gedächtniseinspeicherung (Ort, Situation) über den Hipocampus und beeinflussen außerdem Emotionen und Motivation im Zusammenhang unter anderem von Amygdala (Limbisches System) und Hypothalamus.

Die Wahrnehmung von Gerüchen auch unterhalb der Schwelle aufmerksamkeitsabhängiger bewusster Wahrnehmung, als sogenannte subliminale Reize, entfalten Wirkungen, die für eine „unterschwellige Werbung“ benutzbar sind.


Informationen, welche mit Emotionen verknüpft sind, lassen sich besser lernen, da sie nicht nur explizit im semantischen Gedächtnis zu speichern sind, sondern mit dem emotionalen Hintergrund auch implizit über das episodische Gedächtnis abgelegt werden.


Damit der Vorgang "Riechen" vonstattengehen kann, müssen die Riechzellen die Duftmoleküle in der Luft erkennen und dafür sorgen, dass deren Duftinformationen ins Gehirn gelangen. Riechen ist eine chemoelektrische Transduktion. Das bedeutet: Beim Riechen wird ein chemisches Signal umgewandelt in ein elektrisches Signal. Die Riechzellen sind dabei die Dolmetscher, die beide Sprachen sprechen: Sie beherrschen die chemische Sprache der Duftmoleküle in der Atemluft und übersetzen die Geruchsinformation in die elektrische Sprache des Gehirns.

Riechzellen sind also Nervenzellen, denn das Wesen von Nervenzellen ist, dass sie Informationen aus der Umgebung aufnehmen und in elektrische Signale umwandeln.


Die Werbung nutzt dieses in uns vorhandene Potential…..ihr Ziel ist es die Erhöhung des Kundenwertes, des sogenannten Customer Lifetime Value.

Dies beinhaltet der Gewinn am Konsument im Zusammenhang mit seiner durchschnittlichen Lebenserwartung und der Optimierung seiner „Bedürfnisse“ im Rahmen seiner persönlichen Lebensgestaltung.

 

Jaspert Friedhelm Stufenmodell:


o Sinneseinwirkung
o Aufmerksamkeitswirkung
o Vorstellungswirkung
o Gefühlswirkung
o Gedächtniswirkung
o Willenswirkung

 

Affektiv Orientierte Kommunikationsziele:


o Die Einstellung des Kunden zum Produkt verändern, hin zur Soll-Positionierung

 

 

Galt der Geruchssinn nicht ursprünglich dazu uns vor Gefahren (Feuer, Raubtiere und unbekömmlichen Lebensmittel) zu schützen?

 

Quellen: Marketinglexikon.ch, aircreative.com, http://de.wikipedia.org/wiki/Olfaktorische_Wahrnehmung, https://www.planet-schule.de/wissenspool/total-phaenomenal-sinne, http://le-bohemien.net/2013/04/16/zeitgeist- der -werbung/

http://www.eggbi.eu/forschung-und-lehre/zudiesemthema/gesundheitliche-risiken-durch-beduftungen-und-duftstoffe-in-baustoffen-gebaeuden/

 

Analoge Vorgehensweise findet sich im Farbdesign und Geräuschdesign!

 

Am Beispiel des Autodesigns:


Elektrotechniker, Maschinenbauer, Musiker, Psychologen arbeiten hier zusammen und entwickeln ein sogenanntes Sounddesign, das beim Kunden das spezielle Gefühl zum jeweiligen Auto entwickelt. Erwünscht sind Verknüpfungen mit Fahrfreude, Fahrkomfort, Fahrsicherheit, Prestige, Livestyle - ein bis dahin gut entwickeltes Lebensgefühl im Rahmen der Werbung.


So erklärt Ercan Altinsoy vom Lehrstuhl für Kommunikationsakustik an der TU Dresden „Gewisse Geräusche lösen evolutionsbedingt ähnliche Gefühle aus. Mit dieser Erkenntnis arbeiten auch die Sounddesigner.“


Er schildert am Beispiel des Brüllen eines Löwen; hier werden zwei Gefühlszustände auslöst: Macht und Angst. Eine Aufgabe von Sounddesignern ist es entsprechend den „Macht-Sound“ zu extrahieren und den „Angst-Sound“ herauszufiltern. So entstehen Töne, die bei den Kunden am Ende ein positives Gefühl auslösen.


Das Auto ist durch designt….vom Schließen der Türe bis zum Motorengeräusch und dem designten Neuwagengeruch. Somit ist das Auto in Bruchteilen von Sekunden auditiv bewertet.


Die Verarbeitung von Bildern dauert im Gehirn viel länger als Geräusche und umgeht so beim Kunden, wesentlich leichter die Bewusstseinsschranke, das ist auch den Industriepsychologen nicht unbekannt.


Kein Staubsauger klingt wie er natürlicherweise klingt, noch eine Kaffeemaschine, das geht vom Schließen der Türen bis zum Knittern einer Flipstüte….


Quelle:
http://www.wiwo.de/technologie/auto/sound-design-der-motor-muss-brummen-brummen-brummen/8092806-all.htmlrarbeiten.

 

Weitere Hinweise zum sogenannten Neuromarketing (Hier verbinden Wissenschaftler Erkenntnisse der Hirnforschung und der Psychologie für das Marketing. (Mithilfe des Kernspintomographen)

unter einem Artikel von Planet Wissen: http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/wirtschaft_und_finanzen/konsum/neuromarketing.jsp

 

So schreiben sie in ihrem Artikel:

"Von besonderem Interesse ist der sogenannte "Nucleus accumbens". Die Aktivität dieser auch Belohnungszentrum genannten Gehirnregion löst bei uns ein Gefühl des Haben-Wollens aus und sorgt für ein Glücksgefühl. Andere Areale bezeichnen die Experten als Kontrollsystem, das impulsives Verhalten unterdrücken kann. In anderen Arealen laufen wiederum gedächtnisbezogene Hirnprozesse ab." (siehe unter www.planet-wissen.de)

 

 

 

...hinter all dem herauszufinden was wir wirklich wollen im Leben, was uns glücklich macht, was uns ein Gefühl von gesättigter Verbindung mit uns selbst und der Welt gibt, ist nicht so einfach.

 

Ein Weg ist es vielleicht herauszufinden, dass viele unserer sogenannten Bedürfnisse, gar nicht unsere eigenen sind!

 

Im Leben mit mcs und mit jeder chronischen Erkrankung ist es einer der vielen Wege zu einer Art von innerer Ruhe zu kommen, zu erkennen - was man eigentlich vom Leben wirklich will....was steckt hinter unserem Wunsch nach Produkten wirklich...ist es die Absicht der "Werbenden" unser Leben friedvoller und gesättigter zu machen?

Warum wecken sie dann immer neue Wünsche? Warum ziehen sie sich schon eine Generation heran - die stark konditioniert ist? (Zum Glück gibt es auch Gegenbewegung dazu, Menschen, auch junge Menschen die genau so nicht leben wollen) die eine Achtsamkeit sich und auch ihrer Umwelt gegenüber leben wollen aber einer Unmenge an Altlast und ständig dazu kommenden (chemikalischen) Belastungen sich gegenübersehen.

 

Abgesehen von meinem eigenen Leben und aller Umwelterkrankten, macht es mich sehr traurig - ein Stück hilflos zusehen zu müssen, wie wir immer weiter getrieben werden, höher, schneller, weiter und unsere Kinder nicht davor schützen können.

 

Was es wirklich bedeutet, ganz konkret im Leben, berichten an mcs Betroffene und ihre Mit-Betroffenen Angehörigen unter:

www.shics.de/  (Selbsthilfeinitiative Chemikaliensensivität), ...eine Mutter die aufgrund von mcs nicht mehr in ihrer Wohnung leben kann: Leben auf dem Campingplatz

 

 

 

 

...weitere Gedanken über die Entstehung künstlicher Bedürfnisse und achtsamen Konsum  hier unter die Freiheit des Konsums